![]() | Global Business Behaviour | |||
Autor: Richard R. Gesteland | ||||
| Rezensierte Aufl.: 1999, 2. Aufl. | ||||
| Seiten: 272 | ||||
| Verlag: Orell Füssli | ||||
| Preis: 38,80 €/10,90 € (Tb.) | ||||
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Kritik | ||||
| Global Business Behaviour von Richard R. Gesteland Erfolgreiches Verhalten und Verhandeln im internationalen Geschäft Richard Gesteland ist ein erfahrener Manager der in vielen Ländern der Welt gearbeitet hat. Sein Buch zum Thema interkulturelles Management ist das Beste, das ich bisher zu diesem Thema gelesen habe. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Im ersten Teil (Seite 7 bis 118) bietet Gesteland vier grundlegende Unterscheidungen an, nach denen Sie die verschiedenen Kulturen einordnen können. Diese vier Unterscheidungen erlauben es dem Leser wirklich jede Kultur zu kategorisieren und daraus das richtige Verhalten abzuleiten. Die vier Kategorien sind insofern sehr hilfreich. Die Unterteilungen bestehen aus: 1. Abschluss versus beziehungsorientierte Kulturen 2. Formelle versus informelle Kulturen 3. Terminfixierte versus zeitoffene Kulturen 4. Expressive versus reservierte Kulturen. Der zweite Teil des Buchs (Seite 119 bis 272) beschäftigt sich mit den einzelnen Nationen und deren Besonderheiten. Die Nationen werden nach bestimmt Unterteilungen zusammengefasst. Deutschland findet sich z. B. zusammen mit Holland, Dänemark und Finnland in der Gruppe der abschlussorientierten, beschränkt formellen, monochromen (= pünktlichen) und reservierten Kulturen. Während sich mit Hilfe der vier Unterscheidungsmerkmale des ersten Teils alle Kulturen vom Leser einordnen lassen, werden im zweiten Teil nur ausgewählte Nationen einzeln besprochen. Es fehlen z. B. afrikanische Länder, Israel, alle Ostblockstaaten außer Russland und England. Der Autor hat also eine Auswahl getroffen, die u. a. Schwerpunkte auf asiatische und europäische Nationen legt. Bei der Beschreibung der einzelnen Nationen innerhalb einer Gruppe wiederholen sich bestimmte Textpassagen mehrfach (die Inhalte von „Kontaktaufnahme“ und „Anzugsordnung“ sind fast immer die gleichen). Wenn Sie das Buch ganz lesen, kann das schnell nerven. Wenn Sie jedoch nur den ersten Teil des Buchs lesen und den zweiten selektiv zu den Ländern, die Sie interessieren, dann ist das für Sie kein Nachteil. Sehr anschaulich sind die Fallbeispiele, die der Autor im ersten Teil regelmäßig einsetzt. Sie beschreiben jeweils, wie eine Verhandlung oder ein Treffen zwischen Vertretern verschiedener Nationen nicht funktioniert. Der Grund warum die beschriebenen Verhandlungen scheiterten wird dann aber nicht immer sofort genannt, sondern teilweise erst im Laufe des Buchs aufgelöst (wobei ich meine, dass der Fall 8.1 nirgends im Buch aufgelöst wird). Diese Fallbeispiele machen kulturelle Unterschiede sehr plastisch. Das Buch ist auf den Businesskontext ausgerichtet und bietet konkrete Vorschläge für Verhandlungen, Etikette, Geschenke, etc.. Die Sprache ist anschaulich und leicht verständlich. Das Buch wird abgerundet durch eine gute, allerdings nicht kommentierte Literaturübersicht für englischsprachige Bücher. Fazit: Ein hervorragendes Buch und ein Muss für jeden der sich mit interkulturellem Management interessiert. Lesen Sie den ersten Teil komplett und aus dem zweiten Teil selektiv die Länder, die Sie besonders interessieren. © 2004 Alexander Groth (www.alexander-groth.de) | ||||